Club der 30er

Das ich das 2016 noch erleben durfte 

Am 01.11.2016 packte ich meine 7 Sachen, geplant waren 3 Wochen allein durch Südfrankreich! Das Ziel war klar vor Augen  der 25 kg Fisch musste fallen. Also setzte ich mein Plan in die Tat um am 02.11.2016 ging es um 20 Uhr los, Richtung Südfrankreich. Auf der Hinfahrt gingen mir einige Dinge durch den Kopf ,,Was ist wenn was passiert? oder mir die Reifen abgestochen werden, die Region war bekannt dafür''. Ich redete mir ein es wird schon funktionieren, wer nicht wagt der nicht gewinnt! Am ersten Ziel angekommen, die Augen waren mehr als Rot nach der langen Autofahrt. Als ich dann den besten Platz am See bekommen habe, war die Motivation am Höhepunkt. Es musste einfach klappen! Der Luftdruck und das Wetter war Konstant für die nächsten Tage, aber es läuft doch nicht immer so wie man will. Die ersten 3 Nächte blieben leer,  aber letztendlich habe ich alles getan was ich nur konnte. Es fehlten einfach die Fische!

Als dann noch 5 Tage Regen angekündigt waren, dachte ich mir,, wenn es jetzt nicht klappt dann wird es nie klappen"! Also blieb ich sitzen. Dass der Regen aber in der 6. Nacht so schlimm wird, dass der Wasserstand um 3 Meter innerhalb einer Nacht anstieg, damit rechnete ich nicht. Als sich dann um 3 Uhr Nachts im dauerregen endlich der Delkim meldet, wusste ich, jetzt gehts ans Eingemachte. Also Regenjacke an und rann an die Rute, die mir einen Biss mitteilen wollte. Als ich dann an der Rute stand sah ich das der Delkim kurz vor dem Wasserspiegel stand, ebenso wie die anderen 3 Ruten wieder nichts mit Fisch . Also habe ich alle 4 Ruten um 2 Meter höher gestellt, mit dem Gedanken ,,das wird schon passen". Um 5 Uhr meldete sich der Delkim erneut, also bin ich wieder an die Ruten gerannt, und als diesmal der Delkim nur noch aus dem Wasser spitzte wusste ich nicht mehr wo mir der Kopf steht! Als ich dann am helligen Tag sah wie voll der Stausee auf einmal war, und die Farbe von Blau auf dunkel Grau wechselte, und Unmengen an Treibgut auf ihm trieb war mir klar ich muss mein Zeug packen und mich weiter auf die Socken machen! hier war das Angeln  vorbei.

Am 7. Tag ging es weiter an einen weiteren See, den ich noch auf meiner Liste stehen hatte. Dort angekommen einen verschaffte ich mir einen kurzen Überblick, und der Platz stand fest ! Das Tackle so weit aufgebaut, die Ruten fertig gemacht, und ab ging es mit den ködern ins Futterboot und raus damit . Mit dem Wasser Wechsel kamm langsam die Motivation wieder zurück. Als sich dann noch am selben Tag die Sonne   zeigte war der Tag perfekt . Als sich dann am 8. Tag um 3.30 der Delkim mit voll run meldet, wusste ich diesmal muss es einfach Fisch sein! Raus an die Rute die Rute direkt aufgenommen und der Fisch hing ! Mit zitternder Hand drillt ich langsam den Fisch über meine Kescher, und endlich war der Fisch im Netz. Eine riesige Last viel von mir ! Es war kein großer Fisch aber der Plan ging auf.

Für den 9.Tag war ab 14 Uhr Mistral gemeldet  ,und ich dachte mir nur ,,auf diesem Boden würde meine Zelt nicht lange stehen" . Mir blieb nichts anderes übrig als den ganze scheiß wieder abzubauen und wo anderes aufzubauen. Nach ca. 4 Stunden mit dem Trolly hin und herfahren, war das Tackle dann endlich dort wo es sein sollte. Denn ganzen scheiß wieder aufgebaut, und die Ruten wieder ausgelegt, und das Zelt so weit Mistral fest gemacht. Auf die Minuten genau, wie laut Wetter App angekündigt kamm der Mistral! Die Sachen flogen nur noch durch die Gegend, die XXL Cradle von Chub lag irgendwann dann im Baum . Von den Ruten braucht man nicht reden. Sie piepsten die ganze Nacht durch . Ich hatte in dieser Nacht ein wirklich mulmiges Gefühl ,,wird das Zelt halten?" Als ich am nächste Tag die Ruten kontrollierte wurde mir klar, wie krass der Mistral das Wasser durch gepeitscht hatte. Meine Ruten lagen nicht mehr dort wo sie sein sollten, die 140gramm waren anscheinend einfach zu wenig. Die Ruten wurden neu Beködert, mit einem von mir Neu Aufgestellten Köder, den ich seit einigen Monaten ausführlich teste. Der sich aber momentan noch in der Testphase befindet! Aber über den werd ich nochmal genauer in einem anderen kleinen Bericht schreiben .

Die 4 Ruten hatte ich alle mit einem 250gram Blei ausgestattet, um einfach auf Nummer sicher zu gehen, das sie wirklich liegen bleiben. Gesagt getan, die Ruten wieder rausgebracht mit dem Futterboot. Als Beifutter hatte ich einen Taubenfuttermix mit Buttersäure, Knoblauch und Chilli flocken oben drauf noch 10 Boilies, den Rest entscheidet der Platz und das Glück .

Auf ging es in die nächste Nacht mit einem besseren Gefühl, als in den letzten Nächte. Und der Karpfen Gott meinte es diesmal wirklich gut mit mir! Als um 4 Uhr die Sounder schreit, und ich diesmal zu meiner Rute rannte, war mein Gefühl anders als die anderen male. Ich nahm die Rute auf und merkte 4 richtig starke Kopfschläge, und wusste das es sich diesmal um was besseres handeln muss. Als es dann plötzlich ein Ruck in der Rute gab hab ich mit dem schlimmsten gerechnet, aber es waren die 250 Gramm saftey die sich ausgeklinkt hatten und ich konnte mit bei freier Leine drillen.

Als der Fisch kurz vor dem Ufer war, zog er noch in die andere Rute rein ( Der Klassiker ).

Ich hab mir nur gesagt ,,Geier  jetzt Ruhe bewahren und den Fisch sicher zu landen".

Der Fisch war nurnoch 20 Meter von mir entfernt, was da wohl hängen mag? Als ich ihn dann das erstmal gesehen hab dachte ich mir so groß ist er garnicht. Ich bin dem Fisch dann langsam entgegen gelaufen, und habe ihn langsam über den Kescher geführt. ,,Puh!" dachte ich mir endlich im Netz. Als ich dann in den Kescher schaute, wusste ich nicht mehr was ich sagen sollte! er war mehr als groß, sowas hatte ich bisher noch nie gesehen! ich fragte mich was der bloß wiegen mag?

Den Kescher eingerollt, und die flossen anliegen lassen, und dann hob ich den Kescher an. Ich merke das mir fast die Kraft dazu fehlte! Ich wunderte mich sowas hattest du doch nochnie. Mit aller Gewalt wuchtete ich den Fisch über die Matte, die Wiegeschlinge nass gemacht, wage geicht und dann nichts wie rein mit dem Fisch!

So jetzt ging es an das Eingemachte, wage an die Schlinge und angehoben! Ich schaute auf die Wage und auf die 25 kg und ich sah den Zeiger nicht mehr . Ich schaute über die 30kg er war immer nochnicht zu sehen ! Ich schaute auf die 35 kg und der Zeiger ging langsam unter die 35 kg und blieb auf 33kg stehen. Ich wusste garnicht was los ist . Also nochmal abgesetzt, und nochmal angehoben und siehe da es ist kein Traum, es ist die Realität der Zeiger blieb auf 33 kg stehen und war sogleich meiner neuer Personal Best !

Ich redete mir selbst zu und sagt zu mir ,,ey Junge du hast die 25 kg Marke übersprungen, und bist im Club der 30kg angekommen". Dieses Gefühl war unbeschreiblich!  ich wusste einfach nicht was sich hier gerade abgespielt hatte.

 

Tl von Christoph

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.